Altersvorsorge

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Sorgen Sie rechtzeitig vor!

Hund und Katze begleiten uns über viele Jahre durch das Leben. Dabei ist die Lebenserwartungen bei Tieren in den letzten Jahren durch eine bessere Ernährung und auch bessere medizinische Versorgung gestiegen. Doch wie auch beim Menschen macht sich beim Tier im Laufe der Zeit der Alterungsprozess bemerkbar. Altern ist keine Krankheit sondern ein natürlicher Vorgang, der bei der Pflege der Tiere beachtet werden muss. Wann der Alterungsprozess beginnt, ist vor allem von Tierart und Rasse abhängig. Katzen gehören etwa ab dem achten Lebensjahr zu Gruppe der tierischen Senioren. Die allbekannte Faustregel, dass ein Menschenjahr sieben Hundejahre bedeutet, reicht zum Vergleich nicht aus. Vielmehr wird das Alter bei Hunden zusätzlich durch die Größe beeinflusst. So macht sich das Alter bei großen Hunden etwa mit sieben Jahren bemerkbar, bei kleineren Rassen hingegen erst mit zehn Jahren.

Maine Coon Katze

Anzeichen des Alterns

Doch Hunde und Katzen altern nicht von heute auf morgen. Das Alter ist vielmehr ein komplexer biologischer und physiologischer Wandel. Dieser muss jedoch nicht unbedingt Krankheiten mit sich bringen. Zu den sichtbaren Symptomen im Alter gehören beispielsweise:

  • ein glanzloses Fell
  • eine veränderte Körperhaltung
  • steife Bewegungen
  • eine verlangsamte Reaktion
  • und ein erhöhtes Schlaf- und Ruhebedürfnis.


Durch ein geschwächtes Immunsystem sind Tiere, ähnlich wie wir Menschen, anfälliger für gewisse Erkrankungen. So können unter Umständen folgende altersbedingte Erkrankungen auftreten:

  • Erkrankungen der Zähne
  • Hauterkrankungen
  • Augenerkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Krankheiten des Bewegungsapparates

Die richtige Altersvorsorge

Häufig zeigen sich diese Krankheiten jedoch erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt. Spezielle Organuntersuchungen im Rahmen der Altersvorsorge zielen darauf ab, Krankheiten schon in ihrem Anfangsstadium zu erkennen und zu behandeln. Für Tiere, bei denen sich im Alter keine sichtbaren Symptome zeigen, empfiehlt sich eine jährliche Untersuchung zur Kontrolle des Gesundheitszustandes. Dabei können eine Blut- und Urinuntersuchung gegebenenfalls Aufschluss über eine Reihe nicht erwarteter Krankheiten geben. Falls ein Tier medikamentös behandelt werden muss, sollte eine viertel- oder zumindest halbjährliche Untersuchung beim Tierarzt durchgeführt werden. Bei einer Vorsorgeuntersuchung können folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

  • Untersuchung von Mundhöhle und Zähnen
  • Untersuchung von Augen, Ohren und Nase
  • Abhorchen von Herz und Lunge
  • Abtastung des Magen-Darm-Traktes
  • Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane
  • Untersuchung von Haut und Fell
  • Untersuchung von Knochen und Gelenken
  • Erstellung eines Blutbildes
  • Urinuntersuchung

Ernährung ist das A und O

Eine gesunde Ernährung gehört zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen im Alter und kann die Lebensdauer positiv beeinflussen. Ernährungsfehler hingegen können das Altern beschleunigen oder bestehende Krankheiten verschlimmern. Im Alter verändert sich der Stoffwechsel des Tieres. Zudem reduziert sich bei vielen Hunden und Katzen der Energiebedarf durch einen Rückgang der körperlichen Aktivität. Deshalb ist vor allem darauf zu achten, Übergewicht zu vermeiden. Bei einer Unterernährung jedoch kann es notwendig werden, die Futtermenge zu erhöhen, um eine ausreichende Nährstoffzufuhr zu garantieren. Die tägliche Futtermenge sollte in zwei bis drei Portionen zu festen Zeiten verabreicht werden. Größere Futterstücke werden für den Verzehr verkleinert. Die Zusammenstellung des richtigen Futters stellt dabei eine besondere Herausforderung dar. So muss die Nahrung neben Proteinen, Spurenelementen, wie Selen oder Zink auch ausreichend Vitamine enthalten. Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema!

Quellen:
Online-Informationen der “initiative s.m.i.l.e. – gesunde tierliebe”: www.tieraerzteverband.de (Abruf: 2. Januar 2011)
Meyer, H./ Zentek,J.: Ernährung des Hundes: Grundlagen- Fütterung- Diätetik. Enke Verlag, Stuttgart 2010
Grünbaum, E.G./ Schimke, E.: Klinik der Hundekrankheiten. Enke Verlag, Stuttgart 2007
Suter, P.F./ Kohn, B.: Praktikum der Hundeklinik. Parey Verlag, Berlin 2006
Horzinek, M.C./ Schmidt, V./ Lutz, H.: Krankheiten der Katze. Enke Verlag, Stuttgart 2005
Datum: Januar 2012